Wer prüft, ob er einer Kanzlei vertrauen kann, klickt irgendwann aufs Impressum. Das passiert vor allem bei Erstbesuch – und bei Menschen, die konkret überlegen, ob sie anfragen sollen. Das Impressum ist nicht nur eine rechtliche Pflicht. Es ist eine der meistgelesenen Seiten, die die wenigsten als solche behandeln.
Was suchen Besucher dort? Sie wollen wissen: Wer steckt dahinter? Ist das eine echte Kanzlei, oder eine Website ohne klares Gesicht? Wo sitzt die Kanzlei genau – Straßenname, nicht nur Ort? Und wer ist der verantwortliche Steuerberater – mit Name und Berufsbezeichnung? Diese Informationen reduzieren Unsicherheit. Und Unsicherheit ist das größte Hindernis vor der ersten Anfrage.
Was ein Impressum sagen sollte – und wie
Rechtlich klar, menschlich formuliert: Das ist der Anspruch. Ein Impressum, das neben den Pflichtangaben auch erklärt, was die Kanzlei ausmacht – vielleicht ein kurzer Satz zur Geschichte, zum Gründungsjahr, zur Mitgliedschaft in der Steuerberaterkammer – fuegt dem Pflichtinhalt etwas Menschliches hinzu. Besonders wichtig: Die Berufsbezeichnung und die zuständige Kammer. Viele Mandanten, gerade solche, die zum ersten Mal einen Steuerberater suchen, wollen sehen, dass jemand offiziell zugelassen ist.
Auch die Datenschutzerklaerung wird häufiger gelesen als angenommen. Ein einzelner Einleitungssatz wie „Wir nehmen Datenschutz ernst und erklären hier in verständlicher Sprache, was wir mit Ihren Daten machen“ kostet nichts und wirkt. Das schlaegt die Vorlage, die jede andere Kanzlei auch per Copy-Paste eingefuegt hat.
