Wenn ein potenzieller Mandant das erste Mal bei Ihnen im Büro sitzt, ist das Erstgespräch nicht wirklich das erste Gespräch. Es ist das zweite. Das erste hat er mit Ihrer Website geführt – alleine, zu einer Uhrzeit, zu der Sie nicht da waren. Er hat gelesen, gescrollt, und entschieden: Klingt gut, ich ruf da mal an. Oder: Nein, das ist nichts für mich.
Wenn jemand zu Ihnen kommt, hat er bereits eine Erwartung. Entspricht das, was er im Büro erlebt, dem, was er auf der Website gesehen hat, fühlt sich alles stimmig an. Stimmt es nicht überein, entsteht eine leise Dissonanz – die sich zwar nicht immer benennen laesst, aber oft dazu führt, dass ein Mandat nicht entsteht.
Was die Website vor dem Erstgespräch leisten muss
Drei Dinge entscheidet ein Websitebesucher unbewusst, bevor er den Hoerer abhebt: ob er sich in Ihrer Zielgruppe wiedererkennt, ob er das Gefuehl hat, Sie bereits ein bisschen zu kennen, und ob der nächste Schritt klar und einladend ist. Die erste Frage beantwortet Ihre Positionierung. Die zweite beantwortet Ihr Team-Auftritt: ein echtes Foto, ein erklärter Arbeitsstil, vielleicht ein kurzes Video. Die dritte Ihr Kontaktbereich.
Viele Kanzleien vernachlaessigen den zweiten Punkt. Sie erklären, was sie machen – aber nicht, wie sie arbeiten und wer sie als Personen sind. Das Ergebnis: Besucher sehen eine korrekte, aber austauschbare Website. Sie rufen an, wenn sie keine andere Wahl haben. Sie rufen gerne an, wenn sie das Gefuehl haben: Da sitzen Menschen, die ich mir gut vorstellen kann. Wenn jemand liest „wir sind eine moderne, digitale Kanzlei“ und dann ein Fax-Formular findet, stimmt etwas nicht – und das spuert der Interessent.
