Employer Branding ist ein Wort, das kleinen Kanzleien entweder nichts sagt oder ein latentes Unbehagen erzeugt. Klingt nach grossen Budgets, Werbeagenturen und Hochglanzkampagnen. Das Gegenteil ist richtig: Kleine Kanzleien haben beim Employer Branding einen strukturellen Vorteil – sie sind nahbar, persoenlich, und können Authentizität zeigen, die ein Grossunternehmen nie erreichen wird.
Was kleine Kanzleien tatsaechlich brauchen
Drei Bausteine, mehr nicht. Erstens eine Karriereseite, die wirklich beschreibt, wie es ist, in der Kanzlei zu arbeiten – nicht mit Hochglanztexten, sondern mit ehrlichen Worten und echten Fotos. Zweitens eine klare Aussage darüber, was die Kanzlei als Arbeitgeber konkret bietet – inklusive Gehaltsrahmen, Arbeitszeiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Drittens ein einfacher Weg, sich zu bewerben oder zumindest Kontakt aufzunehmen. Wer diese drei Dinge hat, hat 80 Prozent dessen getan, was eine professionelle Employer-Branding-Kampagne leisten wuerde.
Was dazu optional ist, aber grosse Wirkung hat: Ein bis zwei mal pro Jahr ein kurzes Bild oder Video vom Team – kein Fotoshooting, kein Produktionsaufwand. Ein Handyfoto vom Betriebsausflug, ein kurzes Statement eines Mitarbeiters zum Jahresabschluss. Menschlich, ehrlich, unpoliert. Eine Agentur kann Texte formulieren – was sie nicht kann: Ihre Kanzleikultur erfinden. Wenn die Grundlage stimmt, muss das nur noch transportiert werden. Wir machen das – klein, pragmatisch, ohne Hochglanz.
