Bestandsmandanten wechseln nicht wegen eines Streits. Sie wechseln, weil irgendwann die Summe kleiner Enttaeuschungen größer wird als die Beharrlichkeit. Manchmal ist das die Reaktionszeit. Manchmal sind es Kommunikationswege, die sich nicht verändert haben, obwohl sich die Erwartungen laengst verändert haben. Und manchmal ist es die Website einer anderen Kanzlei, die beim Googeln angezeigt wird und einen besseren Eindruck macht.

Ein Bestandsmandant, der mit einem spezifischen Problem nicht weiterkommt, googelt. Er findet eine andere Kanzlei, die genau dieses Problem auf ihrer Website adressiert – mit einem Artikel, einer Fallbeschreibung, einem klaren Leistungsangebot. Er liest. Er denkt: Die scheinen sich damit auszukennen. Er ruft an – bei denen, nicht bei Ihnen.

Digitale Kommunikation als Bindungsfaktor

Mandantenbindung ist auch eine Frage von Sichtbarkeit – auch für Menschen, die Sie schon kennen. Eine Kanzlei, die regelmäßig relevante Inhalte veröffentlicht, bleibt praesent. Wenn ein Mandant einen Artikel von Ihnen liest, der genau sein aktuelles Problem beschreibt, verstärkt das die Bindung. Das gilt auch für das Google-Business-Profil: Veraltete Öffnungszeiten und ein Foto aus 2017 erzeugen ein latentes Misstrauen – auch bei Bestandsmandanten.

Digitale Kommunikationswege sind heute Erwartung, nicht Bonus. Ein Mandant, der fragt, ob er Unterlagen per Secure-Upload schicken kann, und als Antwort erhält „Bringen Sie die Belege vorbei“ – der Mandant ist nicht böse. Er ist überrascht. Und er sucht beim nächsten Mal nach Alternativen. Wer das klar kommuniziert und tatsaechlich liefert, bindet Mandanten, die digitale Prozesse gewohnt sind.